Ausstellungen in den Eriksbergshallen in Göteborg

Die Eriksbergshallen, die früher zu den Göteborger Werften gehörte, ist im Grunde keine Ausstellungshalle, sondern dient den unterschiedlichsten Zwecken. In diesen Hallen werden einige der Göteborger Messen veranstaltet, hier finden Kongresse und Konferenzen statt und hier findet man ein Restaurant mit Blick auf den Göta Älv. Im Jahre 2010 fand hier, unter anderem, jedoch auch eine der aufwendigsten Ausstellungen der Welt statt, eine Ausstellung, die nach dem 15. August auf Weltreise geht.

Eriksbergshallen

Zwischen dem 20. März und dem 15. August 2010 wurde in den Eriksbergshallen die Ausstellung "And There Was Light" aufgebaut, die die Hallen zum vermutlich sichersten Gebäude Göteborgs machten, da im alten Werftgebäude das Bild „La bella principessa“ von Leonardo da Vinci innerhalb einer Renaissanceausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
 
Eingebettet in eine Multimediashow und individualisierte Führungen per Kopfhörer in zwei Sprachen wurden den Besuchern 55 Originalwerke italienischer Renaissance gezeigt, in deren Zentrum Leonardo da Vinci, Rafael und Michelangelo standen. Um die gesamte Entwicklung dieser drei Künstler und ihre Bedeutung für die Renaissance aufzuzeigen, wurden den Originalen hunderte von Kopien und andere Dokumenten beigefügt.

Virtuelle Kunst

Die Ausstellung „And There Was Light“ bewies nicht nur, dass man in einer ganz normalen Halle eine der bedeutendsten Ausstellungen der Welt aufbauen kann, sondern auch welche Möglichkeiten die heutigen Techniken bieten um Kunst in einer völlig neuen Weise zu präsentieren. Moderne Technik erlaubte es auch jedes Werk detailliert zu erklären indem den Gemälden Licht und Ton zugefügt werden.
 
Die Eriksbergshallen wurden für diese Ausstellung mit hunderten von Stellwänden versehen, damit jedes Thema zu dieser Ausstellung einen eigenen Raum bekam und der Besucher chronologisch an das Gesamtthema herangeführt wurde.

Moderne Renaissance

Hauptthema der Ausstellung in den Eriksbergshallen war natürlich Leonardo da Vinci, da sein jüngst entdecktes Werk La bella principessa nicht nur in Form des Gemäldes präsentiert wurde, sondern auch die Beweisführung als Ganzes rekonstruiert wurde, das Bild also von zusätzlichen erklärenden Tafeln und Erklärungen per Computer ergänzt wurde.
 
Neben den graphischen, architektonischen und bildhauerischen Arbeiten Leonardo da Vincis wurden auch zahlreiche seiner fantasievollen Erfindungen in Form von Modellen in einem eigenen Saal präsentiert. Die Eriksbergshallen in Göteborg wurden daher in Form dieser Ausstellung zu einem Entdeckungsmuseum in vielschichtiger Weise.
 
Preise und Führung
 
Der Eintritt zu den Eriksbergshallen hängt jeweils von der Veranstaltung, Ausstellung oder der Messe ab. Die gleiche Aussage gilt auch für Führungen. Der Eintritt zur Ausstellung „And There Was Light“ lag im obersten Niveau, wobei hier Erwachsene 225 Kronen bezahlen mussten und eine Familienkarte (2 + 2) 447 Kronen kostete.
 
Eriksbergshallen, Maskingatan 11
Bus Linien 16 und 99, Haltestelle Eriksberg Krokäng